Schlägt Augsburg heute Bayern? 5️⃣ Gründe, warum das keine Sensation wäre | OneFootball

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Jule Stolpe·4. April 2025

Schlägt Augsburg heute Bayern? 5️⃣ Gründe, warum das keine Sensation wäre

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Augsburg kann heute Abend im Titelkampf mitmischen - zumindest indirekt. Zum insgesamt 28. Mal treffen sie auf Spitzenreiter Bayern München. Mit einem Sieg öffnet der FCA die Tür für den Tabellenzweiten Leverkusen, auf drei Punkte an den Rekordmeister heranzurücken. So schnell könnte der Meisterschaftskampf also wieder spannend werden.

Bielefeld und Stuttgart machten diese Woche in den vergangenen Tagen bereits zur Woche der Überraschungen. Heute Abend haben die Augsburger die Chance, ihren Teil beizutragen.


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Doch wäre es überhaupt eine so große Sensation, wenn der FCA die Punkte in der WWK Arena behält? Eigentlich nicht, denn: Es gibt (mindestens) fünf Argumente dafür, warum der aktuell Tabellenachte für die Bayern zum Stolperstein werden könnte.

1. Felsenfeste Defensive

Der FC Augsburg stellt in der Rückrunde die mit Abstand beste Abwehr der Liga. In zehn Bundesligaspielen kassierten sie nur drei(!) Gegentreffer. Maßgeblich dafür verantwortlich ist neben der eingespielten Defensiv-Reihe rund um Matsima, Gouweleeuw und Zesiger auch FCA-Keeper Finn Dahmen, der seinen Kasten bis zum 1:1 in Hoffenheim letztes Wochenende für 683 Minuten am Stück sauber gehalten hatte. Unter anderem wegen dieser stabilen Abwehr sind die Augsburger seit elf Bundesligaspielen ohne Niederlage. Das ist die aktuell längste Ungeschlagen-Serie aller Bundesliga-Teams. Der FC Bayern hat in der Rückrunde übrigens bereits 13 Gegentore kassiert. Das sind jetzt schon genau so viele wie nach der gesamten Hinrunde.

2. Geübt im Ärgern des Favoriten

Die Augsburger scheinen sich in der Rolle des Underdogs in dieser Saison ziemlich wohl zu fühlen. Allein gegen Borussia Dortmund holten sie in Hin- und Rückspiel die volle Punkteausbeute. Aber nicht nur im Signal Iduna Park Anfang März stand die Null: Auch gegen Mainz, Gladbach, Leipzig und Freiburg blieb der FCA-Kasten unbeschmutzt. Die Auftritte gegen Teams, die in der Tabelle weiter oben stehen, könnten also darauf hindeuten, dass solche Spiele dem Thorup-Team ganz gut gefallen.

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📸 Christof Koepsel - 2025 Getty Images

3. Konsistenz beim Personal

Auch der Fußballgott meint es aktuell gut mit Augsburg. Es gibt kaum Verletzte zu beklagen, wodurch man nicht zu viel Rotation gezwungen ist. In den vergangenen drei Spielen konnte der FCA mit der gleichen Startformation auflaufen. Bekanntlich sieht es beim Rekordmeister ganz anders aus. Vor allem in der Defensive dürften die Ausfälle von Alphonso Davies, Dayot Upamecano und Hiroki Ito weiterhin schmerzen. Auch Neuer, Pavlovic und Coman stehen nach wie vor nicht zur Verfügung. Zwar sind Guerreiro, Goretzka und Kim wohl wieder mit dabei - von Konsistenz beim Personal kann man allerdings trotzdem nicht sprechen.


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4. Voller Fokus auf die Liga

Während Augsburg als aktuell Tabellenachter von Europa träumt und sich voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren kann, dürfte das an der Säbener Straße anders aussehen. Bereits am Dienstag ist Inter Mailand zum Viertelfinalhinspiel der Champions Leauge in der Allianz Arena zu Gast. Neben den Geschehnissen auf dem Platz könnte auch der Vertragstrubel rund um Vereinslegende Thomas Müller ein wenig Unruhe stiften.

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📸 Alexander Hassenstein - 2025 Getty Images

5. Geschichte wiederholt sich

Zu guter Letzt lohnt sich ein Blick in die Historie der Duelle der beiden Fast-Nachbarn. Zugegebenermaßen haben die Fuggerstädter den Münchenern mit noch keinem ihrer erst vier Bundesligasiege eine Meisterschaft versaut, aber immerhin zweimal eine Serie reißen lassen: Im Jahr 2014 gewann Augsburg überraschend mit 1:0 in München und zerstörte die Rekord-Serie von 53 ungeschlagenen Spielen. Vor drei Jahren wurde dann die nächste bayrische Serie Opfer des FCA: Nach 83 Spielen, in denen der FCB mindestens einmal getroffen hatte, war damit nach einem 0:1 gegen Augsburg Schluss.


📸 Adam Pretty - 2025 Getty Images