90PLUS
·4. April 2025
„Schlechte Idee“: UEFA-Präsident Ceferin gegen FIFA-Plan zur 64-Teams-WM

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·4. April 2025
Noch bevor die erste WM mit 48 Mannschaften über die Bühne geht, erwägt die FIFA schon die nächste Aufstockung. UEFA-Präsident Alexander Ceferin hält wenig von der Idee.
Wenn 2026 die WM in den USA, Mexiko und Kanada ansteht, nehmen erstmals 48 Mannschaften am Turnier teil. Bisher war das Teilnehmerfeld auf 32 Nationen begrenzt. Schon jetzt denkt die FIFA an eine erneute Aufstockung auf 64 Teams. UEFA-Präsident Alexander Ceferin bezog klar Position. „Ich denke, es ist keine gute Idee für die Weltmeisterschaft selbst und auch nicht für unsere Qualifikationsspiele“, zitiert der Guardian den Funktionär.
„Deshalb unterstütze ich diese Idee nicht“, so Ceferin weiter, der verwundert ergänzte: „Ich weiß nicht, woher sie kommt, aber es ist seltsam, dass wir vor diesem Vorschlag im Fifa-Rat nichts davon wussten.“ Der Weltverband hatte im letzten Monat bestätigt, dass er sich mit einer weiteren Ausdehnung des Teilnehmerfeldes beschäftigt. Dabei soll es sich um ein einmaliges Ereignis zum 100-jährigen WM-Jubiläum 2030 handeln.
Das Jubiläumsturnier weist ohnehin schon so manche Besonderheit auf. Das Mega-Event findet in Spanien, Portugal und Marokko statt, dazu gibt es Einzelspiele in Uruguay, Paraguay und Argentinien. Zudem könnte Russland erstmals seit der EM 2021 wieder an einem großen Turnier teilnehmen. „Wenn der Krieg vorbei ist, werden sie wieder zugelassen“, ist sich Ceferin sicher und betonte, dass die UEFA und die FIFA den Ausschluss Russlands nach dem Angriff auf die Ukraine gemeinsam beschlossen haben und auch zusammen über die Wiederzulassung entscheiden werden.
„Wir müssen den Sport und insbesondere den Fußball immer nutzen, um Menschen zusammenzubringen“, sagte FIFA-Boss Infantino: „In unserer geteilten Welt müssen wir jede Gelegenheit nutzen, um sicherzustellen, dass die Menschen miteinander sprechen. Während die Gespräche für den Frieden in der Ukraine laufen, hoffe ich, dass wir bald zur nächsten Stufe übergehen und auch Russland in die Fußballlandschaft zurückholen können.“
(Photo by Stu Forster/Getty Images)
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