
liga3-online.de
·5 April 2025
1860 schlägt Cottbus mit 5:1, FCS nur Remis, Aue siegt knapp

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Kantersieg für 1860 München! Mit 5:1 setzten sich die Löwen gegen Energie Cottbus durch und haben damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Dagegen kam Saarbrücken trotz Führung nicht über ein 1:1 gegen Osnabrück hinaus und ist nun seit vier Spielen sieglos. Auch bei Wiesbaden gegen Mannheim gab es keinen Sieger (2:2), während Aue einen wichtigen 2:1-Erfolg gegen Stuttgart II einfuhr. Zudem schlug Köln die SpVgg Unterhaching mit 3:1.
Die Partei startete direkt mit einem dicken Aufreger. Hobschs Querpass wurde erst abgefälscht und dann von Kozuki klar über die Linie gedrückt. Borgmann klärte die Aktion zu spät, doch zur Verwunderung aller entschieden die Unparteiischen nicht auf Tor (4.). Ungeachtet der krassen Fehlentscheidung trat 1860 weiter aufs Gaspedal und stellte durch einen Doppelschlag durch Abiama (15.) und Deniz (18.) früh auf 2:0. Abiama überwand Bethke per Lupfer, und Deniz knallte einen Freistoß humorlos ins Torwarteck. Cottbus erhöhte in der Folge seine Spielanteile, Torgefahr strahlte der Zweitplatzierte jedoch nur bedingt aus. Mitten hinein in die vermeintliche Drangphase der Lausitzer stachen die Löwen erneut zu. Hobsch war es diesmal, der nach einer Hereingabe von Dulic aus wenigen Metern zur frühen Entscheidung traf (37.).
Der TSV machte im zweiten Spielabschnitt da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Guttau verpasste aus spitzem Winkel das vierte Tor (48.). Hobsch machte es nur wenig später besser. Eine Kozuki-Flanke wurde noch von Hasse abgefälscht und schlug dann ein (50.). 1860 ließ dann von seinem geschlagenen Gegner ab und drosselte seine Offensivbemühungen zusehends. Abiama hatte noch den fünften Treffer auf dem Fuß (66.), mit letzter Intensität agierten die Hausherren aber nicht mehr. Thiele erzielte für die Gäste nach einer Hasse-Flanke noch den Anschlusstreffer, mehr gelang den Lausitzern aber nicht. Guttau trug sich auch noch in die Torschützenliste ein und erhöhte kurz vor dem Schlusspfiff auf 5:1 (89.). Mit dem vierten Sieg aus den letzten sechs Spielen verbessern sich die Löwen auf Rang elf und liegen vorerst sechs Punkte vor den Abstiegsrängen, Cottbus bleibt Zweiter.
Der Favorit aus dem Saarland tat sich in der Anfangsviertelstunde schwer gegen die intensive und körperbetonte Spielweise der Gäste. So war es nicht überraschend, dass der VfL die erste Großchance verzeichnete. Kayo umkurvte Menzel, traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz (10.). Der viele Ballbesitz brachte dem FCS auf der Gegenseite nur wenig ein. Erst in der 21. Minute hatte Rabihic den ersten guten Abschluss. Saarbrücken war jetzt wach und ging durch Multhaup in Führung, nachdem sich Kölle und Wiemann bei einem langen Ball uneins waren (29.). Durch den Rückstand angestachelt nahm nun auch Osnabrück am Spiel teil, sodass sich ein munteres Hin und Her entwickelte. Gnaase versuchte es für die Gäste mal aus der Distanz, knallte das Spielgerät aber fast auf die Tribüne (38.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit stand der FCS zunächst tief in der eigenen Hälfte und überließ dem VfL Ball und Feld. Und doch waren es die Hausherren, die durch drei gute Chancen das Spiel vorzeitig hätten entscheiden können. Feiertag (56.), Fahrner (59.) und Wilhelm (61.) scheiterten an Kölle und Jonsson. Aus dem sprichwörtlichen Nichts fiel dann der Ausgleich. Müller hielt nach einer Ecke den Kopf rein und drückte die Kugel über die Linie (65.). In der Folge ging keine der beiden Mannschaften einem Zweikampf aus dem Weg. Wegen der vielen Unterbrechungen war an einen sauberen Spielfluss nicht mehr zu denken. Positiv aus FCS-Sicht war noch die späte Einwechslung von Brünker, der nach langer Verletzungspause in der 79. Minute für Feiertag ins Spiel kam. In der Nachspielzeit hatten Brünker und Stehle nochmal die Riesenchancen, vergaben aber. Damit ist der FCS nun seit vier Partien sieglos und könnte den dritten Tabellenplatz am späten Nachmittag an Bielefeld verlieren. Der VfL bleibt auf Rang 13 – mit drei Zählern Vorsprung auf die Abstiegsplätze.
Beide Teams starteten mit einer hohen Intensität in das Spiel, so gab es Abschlüsse auf beiden Seiten zu sehen. Die ganz großen Tormöglichkeiten ließen in der Anfangsphase allerdings noch auf sich warten. Erst Mitte der ersten Halbzeit schaffte es Mannheim, sich längerfristig in der Hälfte der Hausherren festzusetzen. Doch auch die hohen Spielanteile gingen nicht mit erhöhter Torgefahr einher. Für die Zuschauer wurde es mit zunehmender Spieldauer immer zäher. Kurz vor der Pause gab es doch noch einen Aufschrei – Bätzner brachte die Hausherren aus kurzer Distanz in Führung (44.). Mannheim reagierte prompt und erzielte quasi mit dem Pausenpfiff den Ausgleich durch Lohkemper (45.+3).
Der SVWW kam direkt mit einer guten Chance aus der Kabine. Flothos Schuss aus kurzer Distanz parierte Bartels stark (49.). In der Folge neutralisierten sich die Mannschaften, sodass es – ähnlich der ersten Hälfte – nur wenig Sehenswertes gab. Greilinger traf nach einer guten Stunde nach einer Goppel-Flanke das Außennetz (61.), ansonsten stand Mannheim aber sicher. Doch gegen Johanssons Traumtor in der 73. Minute einfach kein Kraut gewachsen. Auf links trieb er den Ball nach vorne, zirkelte ihn schließlich von der Strafraumkante in den rechten Winkel und bewarb sich zugleich um das "Tor des Monats". In der Schlussphase drehte Mannheim noch einmal auf und kam zum nicht mehr für möglich gehaltenen erneuten Ausgleich. Erst verpasste Boyd eine Lohkemper-Hereingabe, Voelcke stand dann aber bereit und netzte zum viel umjubelten Ausgleich ein (86.). In der Tabelle belegt der Mannheim der vierten Partie in Folge ohne Niederlage weiterhin Rang 14 – und liegt zwei Zähler vor den Abstiegsrängen. Wiesbaden, das zum vierten Mal hintereinander sieglos blieb, ist weiterhin Neunter.
Aue war in den ersten Minuten sichtlich um Ballbesitz bemüht und ließ die Kugel viel durch die eigenen Reihen laufen. Erst nach rund 15 Zeigerumdrehungen ließen sie die Gäste auch am Spiel teilhaben – und wie. Männel wollte im eigenen Strafraum gegen Sankoh klären, wobei ihm der Ball versprang und er letztlich in allerletzter Sekunde gegen Faghir die Situationen bereinigte (18.). Der VfB war nun in der Partie angekommen und konnte deutlich mehr strukturierte Ballaktionen vorweisen. Nach etwas über einer halben Stunde klatschte die Kugel im eigenen Strafraum an Nothnagels Arm, sodass dem Schiedsrichter nichts übrig blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Pepic schnappte sich den Ball und verwandelte souverän (33.). Kurz vor dem Pausentee erzielte Stuttgart um ein Haar den Ausgleich. Männel war es schließlich, der Faghirs Doppelchance innerhalb weniger Sekunden zunichte machte (42.).
Der erste Aufreger der zweiten Halbzeit war ein Freistoß für den VfB, den Faghir aus 28 Metern in die Mauer knallte (53.). Spielerisch lief bei den Gästen jedoch wenig zusammen. Nicht anders sah es bei den Erzgebirgern aus. Echte Torchancen waren Mangelware. So dauerte es bis zur 72. Minute, ehe es den nächsten Aufreger gab. Der agile Faghir war es, der eine Hofmann-Hereingabe aus gut elf Metern zum Ausgleich verwertete. Die vielen Wechsel auf beiden Seiten in den Folgeminuten taten dem Spiel nicht gut, sodass es in der Folgezeit fußballerische Magerkost für die Zuschauer gab. Mitten in diese Phase hinein erzielte Burghardt in der 82. Minute den 2:1-Siegtreffer und verwandelte das Stadion in ein Tollhaus. Rosenlöcher legte den Ball in den Rücken der Abwehr, von wo Burghardt Maß nahm und aus 15 Metern einschweißte. Hofmann holte sich in der dritten Minute der Nachspielzeit wegen eines Trikotzupfers noch Gelb-Rot ab, dann war Schluss. Durch den ersten Sieg nach zuvor drei Pleiten in Folge rückt Aue auf Platz neun vor und baut den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf vorerst sieben Zähler aus. Stuttgart verbleibt zunächst auf Rang 16, könnte am Sonntag aber noch unter den Strich rutschen.
Die auf Abstiegstour befindliche Spielvereinigung erwischte im Sportpark Höhenberg den Blitzstart. 66 Sekunden waren gespielt, da lief Popp im Eins gegen Eins auf Dudu zu netzte zur Führung ein. Nur ein paar Minuten später hatte der Torschütze dann auch den zweiten Treffer auf dem Fuß, zielte aber etwas zu ungenau und legte die Kugel am Tor vorbei (11.). Es dauerte rund 20 Minuten, bis die Gastgeber in der Partie angekommen waren – Lobinger setzte den Ball knapp neben das Tor (22.). In der 28. Minute machte er es besser. Nach einem fatalen Fehlpass von Skarlatidis schob er das Spielgerät eiskalt an Eisele vorbei. Köln war nun klar spielbestimmend, belohnte sich für den hohen Aufwand zunächst jedoch nicht, sodass es mit dem Remis in die Kabine ging.
Die zweiten 45 Minuten begannen mit einem Paukenschlag. Nach einem von links ausgeführten Freistoß beförderte Unglücksrabe Geis den Ball in den eigenen Kasten (50.). Viktoria spielte weiter munter nach vorne und setzte die Gäste stark unter Druck. Folgerichtig war es El Mala, der im Sprung eine Lobinger-Flanke zum 3:1 verwertete und schon den Deckel drauf machte (60.). Haching fand offensiv nicht wirklich statt und hatte sich gefühlt schon mit der erneuten Pleite abgefunden. Güler zeigte kurz vor Schluss noch einmal sein ganzes Können, als er mehrere Gästespieler stehen ließ, Lobinger seinen Pass aber nicht im Gehäuse unterbringen konnte (84.). Güler hatte dann selbst auch noch den Riesen zum 4:1 auf dem Fuß, schoss aber neben das Tor (90). Durch den Heimsieg rückt die Viktoria in der Tabelle vorerst auf Rang sechs vor – bei nur noch fünf Punkten Rückstand den Relegationsplatz. Dagegen beträgt der Rückstand der Spielvereinigung auf das rettende Ufer durch die vierte Pleite in Folge weiterhin 18 Punkte.