SchalkeTOTAL
·2 de abril de 2025
„Man kann mal Tacheles reden“: Mulder verteidigt Schalke-Trainer van Wonderen

SchalkeTOTAL
·2 de abril de 2025
Schalkes Trainer Kees van Wonderen hat nach dem 3:3 in Fürth deutliche Worte gefunden – vor allem für seine Defensive. Sportchef Youri Mulder sieht darin jedoch mehr Chance als Problem.
Nach dem 3:3 gegen Greuther Fürth machte Schalke-Trainer Kees van Wonderen seinem Ärger Luft – vor allem die Defensive bekam ihr Fett weg. Sportchef Youri Mulder sieht darin jedoch keinen Grund zur Aufregung.
Seit seinem Amtsantritt beim FC Schalke 04 im Oktober 2024 war Kees van Wonderen selten so aufgebracht wie nach dem Remis in Fürth. Wieder einmal offenbarte die Defensive große Schwächen, die bereits seit Saisonbeginn ein Problem darstellen. Nach 27 Spieltagen hat Schalke 49 Gegentreffer kassiert – zu viel für van Wonderen, der die ausbleibende Entwicklung und die mangelnde Kommunikation kritisierte.
Seine klaren Worte sorgten für Diskussionen, doch Youri Mulder stellte sich hinter den Trainer. „Man kann mal Tacheles reden. Es war ja nicht das erste Mal, dass wir zu viele Tore bekommen“, erklärte der Sportchef. Solange niemand persönlich angegriffen werde, sei eine öffentliche Kritik durchaus legitim.
Mulder sieht in der Wutrede auch ein bewusst eingesetztes Mittel, um eine Reaktion zu provozieren. Der ehemalige Schalke-Stürmer erinnerte an Jahrhunderttrainer Huub Stevens: „Huub hat auch alle drei Wochen draufgehauen. Ich bin einmal zu ihm hingegangen und habe gefragt: Muss das immer sein? Aber im nächsten Spiel habe ich dann wieder versucht, dem Trainer zu zeigen, dass er Unrecht hat.“
Van Wonderen betonte unterdessen, dass die Kritik nicht nur an einzelnen Spielern festzumachen sei. Besonders Felipe Sanchez wollte er aus der Schusslinie nehmen: „Ich bin seit 19 Zweitligaspielen Trainer, Felipe hat drei davon gemacht. Er ist nicht verantwortlich für die 49 Gegentore.“
Auch Kees van Wonderen selbst hinterfragte sich nach dem schwachen Auftritt. „Ich bin verantwortlich dafür, dass es besser wird. Aber es nervt mich, wenn das zu lange dauert. Dann gibt es Momente, in denen du kritischer wirst“, sagte der 56-Jährige nach dem Training.
Trotz der Defensivprobleme gibt es vor dem Heimspiel gegen Ulm (6. April, 13:30 Uhr) zumindest eine personelle Entspannung: Marcin Kaminski ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und könnte eine Option für die Innenverteidigung sein. Taylan Bulut trainierte allerdings weiterhin nur individuell.