"Ziehl raus"-Rufe beim FCS: Antwerpen findet es "unmöglich" | OneFootball

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·5 avril 2025

"Ziehl raus"-Rufe beim FCS: Antwerpen findet es "unmöglich"

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Nach dem 1:1 gegen den VfL Osnabrück ist 1. FC Saarbrücken nun schon seit vier Spielen sieglos und erstmals seit Anfang Dezember nicht mehr unter den Top 3, nachdem Arminia Bielefeld in Aachen gewinnen konnte. Der Frust der Fans richtete sich nach Spielende vor allem gegen Trainer Rüdiger Ziehl, was VfL-Coach Marco Antwerpen überhaupt nicht nachvollziehen konnte.

"Da muss man Zusammenhalt zeigen"

Es war nach Spielende nicht zu überhören, das lautstarke Pfeifkonzert von den Rängen. Und als hätte das noch nicht gereicht, um den Frust über das vierte sieglose Spiel in Folge zum Ausdruck zu bringen, gab es auch noch "Ziehl raus"-Rufe. Sehr zur Verwunderung von Osnabrücks Trainer Marco Antwerpen. "Ich kann die Reaktion vom Saarbrücker Publikum gar nicht verstehen", sagte er im "MagentaSport"-Interview. "Sie haben berechtigte Chancen, in die 2. Liga aufzusteigen. Da muss man Zusammenhalt zeigen und darf nicht gegen den Trainer schießen. Das finde ich unmöglich." So etwas werde der Leistung eines Trainers nicht gerecht. "Das mag ich nicht." Ähnlich hatte sich auch Arminia-Coach Mitch Kniat Anfang Oktober geäußert.


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Ziehl selbst, der die Rufe bereits aus der Anfangsphase der Saison kennt, freute sich über die Rückendeckung seines Trainerkollegen ("Es tut gut, dass der Gegner das objektiv bewertet") und bezeichnete die Anti-Stimmung gegen ihn als "keine schöne Situation". Zudem erinnerte er daran, dass sein Team gegen die beste Mannschaft der Rückrunde gespielt habe. "Wir haben gewusst, dass es ein schweres Spiel wird." Dennoch ging der FCS durch Multhaup in Führung (32.), verpasste es dann aber, auf 2:0 zu erhöhen. "In der Phase um die 55. bis 60. Minute haben wir drei klare Möglichkeiten. So kriegen wir durch den Standard dann das 1:1", haderte Ziehl. Auch in der Nachspielzeit hatten die Saarländer über Brünker (90.+1) und Stehle (90.+4) nochmal zwei dicke Chancen, nutzten diese aber ebenfalls nicht. "Wenn wir die machen, freuen sich alle und sind happy", merkte Ziehl an. "Die Anzahl an Möglichkeiten muss reichen, um das Spiel zu gewinnen. Das müssen wir erzwingen. Wenn nötig, mit der Brechstange."

"Wenn du aufsteigen willst, …"

Auch Patrick Sontheimer meinte: "Wenn du aufsteigen willst, musst du die Dinger machen. Dann musst du eiskalt sein und das Spiel ziehen." Zwar hätte die Partie vor dem 1:0 auch in die andere Richtung kippen können, "aber wir hätten es auf jeden Fall gewinnen können". Zumal Saarbrücken nach 58 Minuten einen Elfmeter hätte bekommen können. Vor der Partie habe sich der FCS "viel vorgenommen, dementsprechend sind wir enttäuscht über den Punkt", so der Mittelfeldspieler. Zumal das Verhalten bei gegnerischen Standards unter der Woche noch trainiert worden war. Umso ärgerlicher sei es dann, wieder nach einem ruhenden Ball ein Gegentor zu kassieren.

Weil Arminia Bielefeld am späten Samstag in Aachen gewinnen konnte, sind die Saarbrücker erstmals seit Anfang Dezember nicht mehr unter den Top 3, sondern nur noch Vierter. Schon am Dienstagabend kann Saarbrücken gegen Aue im Fernduell mit dem DSC den Relegationsplatz zurückerobern, müsse dafür aber "kaltschnäuziger" werden, so Sontheimer. Aus der Fankurve gab es indes aufmunternden Applaus für die Mannschaft. "Die wollen einfach aufsteigen", meinte Ziehl über die Fans. "Und ich glaube, zusammen können wir das auch schaffen." Während der Partie sei die Stimmung "richtig, richtig" gut" gewesen. Wie es am Dienstag aussehen wird? Sven Sonnenberg wird dann von der Tribüne anfeuern können, nachdem er seine fünfte gelbe Karte gesehen hat.

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