WolfsBlog
·5 April 2025
VfL Wolfsburg in Berlin vor schwerer Auswärtsaufgabe: Amoura als Hoffnungsträger

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·5 April 2025
Wenn der VfL Wolfsburg am Sonntagabend (17.30 Uhr) in der Alten Försterei auf Union Berlin trifft, geht es für beide Teams um viel – jedoch aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Während die Hauptstädter unter ihrem neuen Trainer Steffen Baumgart eine kleine Serie gestartet haben, suchen die Wölfe unter Ralph Hasenhüttl dringend nach dem Weg zurück in die Spur. Kleiner Hoffnungsschimmer für den VfL: Mohammed Amoura ist nach Gelbsperre wieder zurück.
Das Hinspiel am 12. Spieltag gewann der VfL nach starker Defensivleistung verdient mit 1:0 – ein Lichtblick in einer bisher wechselhaften Saison. Doch seither ist viel passiert.
Drei Spiele, kein Sieg – Wolfsburgs Bilanz der letzten Wochen liest sich ernüchternd. Gegen Heidenheim (0:1), Augsburg (0:1) und St. Pauli (1:1) reichte es insgesamt nur zu einem Punkt. Ein Aufwärtstrend ist nicht zu erkennen – weder in der Offensive noch im Spielaufbau.
Ganz anders das Bild bei Union: Die Berliner sammelten ausgerechnet gegen vermeintlich stärkere Gegner sieben Punkte – Siege in Frankfurt und Freiburg, dazwischen ein Remis gegen die Bayern. Die Handschrift von Steffen Baumgart wird erkennbar: aggressiv, mutig, kompromisslos.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit dem Bundesliga-Aufstieg Unions 2019 konnte der VfL in Köpenick noch nie gewinnen. In den letzten drei Jahren setzte es dort jeweils Niederlagen (0:2, 0:2, 0:1). Auch die beiden Duelle zuvor endeten remis. Die Wölfe müssen sich also auf ein Spiel mit mentalem Gepäck einstellen – gerade in einer Phase, in der das Selbstvertrauen schwindet.
Ralph Hasenhüttl warnt vor dem Spiel: „Die Unioner haben ein sehr direktes Spiel nach vorne. Eine klare Ansage vom Coach, dass man nicht zu viel Risiko nimmt und sehr schnell in die gegnerische Hälfte kommen möchte. Das machen sie sehr gut.“ Dann ergänzt er: „Sie sind sehr aggressiv und energisch gegen den Ball.“
Trotz der jüngsten Erfolge in der Fremde – die Heimbilanz der Berliner ist weiterhin durchwachsen. Seit Baumgarts Amtsantritt gab es daheim nur einen Sieg (2:1 gegen Mainz), ansonsten fünf sieglose Partien. Genau hier könnte Wolfsburg ansetzen – vorausgesetzt, das Team zeigt sich taktisch diszipliniert und findet offensiv wieder Lösungen.
Denn genau daran hapert es derzeit: In den letzten beiden Partien blieb der VfL torlos, insgesamt gelangen in den vergangenen sieben Spielen nur sechs Treffer. Kleiner Lichtblick: Nach Gelbsperre kehrt Wolfsburgs erfolgreichster Offensivspieler, Mohammed Amoura, zurück.
VfL Trainer Ralph Hasenhüttl hat große Not in der Abwehr. Mit Denis Vavro, Konstantinos Koulierakis, Sebastiaan Bornauw und Mathys Angely fehlen dem VfL Wolfsburg vier Innenverteidiger. Ebenso nicht dabei: Mads Roerslev (Fersenprobleme), Mattias Svanberg (Knieverletzung), Lovro Majer (Aufbautraining) und Bartosz Bialek (Aufbautraining nach Kreuzbandriss).
Dass Steffen Baumgart nicht nur für Union brennt, sondern auch Wolfsburger Vergangenheit hat, rundet die Geschichte ab: In den Jahren 1998 und 1999 erzielte der heutige Union-Coach fünf Tore in 32 Bundesligaspielen für die Wölfe. Am Sonntag dürfte er allerdings alles daransetzen, seinem Ex-Klub erneut einen Dämpfer zu verpassen – und die Heimserie der Berliner gegen Wolfsburg auszubauen.
Fazit:Der VfL Wolfsburg steht in Berlin vor einer echten Charakterprobe. Gegen formstarke Unioner und die Kulisse der Alten Försterei braucht es eine klare Steigerung, um endlich wieder dreifach zu punkten. Das Ziel: Endlich Schluss machen mit der Berliner Durststrecke – und mit einem Erfolgserlebnis zurück in ruhigere Fahrwasser finden.
Langsung
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