
BVBWLD.de
·2 April 2025
Zweimal gescheitert: Warum der BVB bei Ryan Cherki wohl endgültig raus ist

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·2 April 2025
Er war DER Wunschspieler im vergangenen Sommer – und der Last-Minute-Transfer im Winter. Doch Ryan Cherki wird auch im dritten Anlauf nicht beim BVB landen. Zu viel ist passiert. Zu viele Gespräche, zu viele gebrochene Versprechen. Der Spielmacher von Olympique Lyon bleibt ein Traum – und womöglich auch ein mahnendes Beispiel für einen geplatzten Coup mit Langzeitwirkung.
Rückblick: Schon im Sommer 2023 war Cherki auf dem Radar der Dortmunder. Kreativ, unberechenbar, technisch überragend – ein Spieler, wie ihn Dortmund in dieser Form kaum im Kader hat. Doch intern gab es Streit. Während Sportdirektor Sebastian Kehl offen für eine Verpflichtung war, legte Nuri Sahin sein Veto ein. Der damalige Terzic-Co riet von einem Transfer ab – zu verspielt, zu wenig diszipliniert, zu wenig kompatibel mit der Hierarchie um Julian Brandt. Der BVB ließ es – und Lyon staunte.
Im Winter 2024/25 Cherki wurde erneut heiß, die Gespräche liefen vielversprechend, die Ablöse war mit 22,5 Millionen Euro klar umrissen. Doch der Transfer platzte am Deadline Day. Lyon-Boss John Textor bezeichnete das Dortmunder Angebot öffentlich als „respektlos“, monierte die späte Abgabe und schob dem Wechsel endgültig den Riegel vor. Cherki selbst hatte intern bereits auf gepackten Koffern gesessen – und blieb frustriert zurück.
Seither hat der 20-Jährige auf dem Platz die Antwort gegeben. Acht Tore, 18 Assists in der laufenden Saison – dazu eine Präsenz, die in Lyon längst Kultstatus genießt. Spätestens jetzt ist klar: Cherki ist nicht nur ein Zocker, sondern auch ein Performer. Und mit jedem Scorerpunkt wird er teurer. Was im Sommer 2023 für 15 Millionen möglich gewesen wäre, kostet 2024 mindestens 30 – wenn nicht mehr. Und das ohne festgeschriebene Ausstiegsklausel.
Doch nicht nur finanziell hat sich der Deal überholt. Auch emotional ist der Bruch zwischen dem Spieler-Umfeld und dem BVB zu tief. Der größte Fürsprecher im Verein – Sven Mislintat – ist längst weg. Und die Enttäuschung über den geplatzten Wechsel sitzt tief. Wie Sky berichtet, zweifeln Cherki und sein Lager an Dortmunds Ernsthaftigkeit, an der Kommunikation – und an der sportlichen Perspektive. Zu viel Lavieren, zu wenig Konsequenz.
Die Zeichen stehen auf Abschied – bevor es überhaupt zu einer Ankunft kam. Der BVB hat mit Cherki einen der spannendsten Offensivspieler Europas gesehen, ihn zweimal umworben – und zweimal nicht geholt. Ob es der richtige Weg war, wird sich zeigen. Sicher ist: Der BVB sucht nach Kreativität, nach Überraschungsmomenten – und hat sie bei Cherki womöglich für immer verpasst.
Langsung