Die Eckball-„Schwäche“ des FC St. Pauli | OneFootball

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·3 aprile 2025

Die Eckball-„Schwäche“ des FC St. Pauli

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Erst einen Treffer erzielte der FC St. Pauli in dieser Saison nach einer Ecke. Das ist wenig, doch eine tiefe Analyse zeigt: Es dürfte besser werden.(Titelfoto: Stefan Groenveld)

Eines vorweg: Nein, dieser Text liefert höchstwahrscheinlich keine Hinweise für (kommende) Gegner und auch nicht den FC St. Pauli selbst. Die Analysen die hier präsentiert werden, machen eigentlich alle Proficlubs höchstselbst. Sie gehen sogar noch viel tiefer, schauen genau auf das (Frei)Laufverhalten von Spielern, auf die Zeichen, die sie sich vor den Eckbällen geben und bewerten die Gefahr, die davon ausgeht, teilweise mit anderen (besseren) Maßstäben. Sollte jemandem an der Kollaustraße beim Lesen dieses Textes aber vor Staunen der Kochlöffel in die Suppe fallen: Natürlich stünde ich dem FCSP im Bedarfsfall als Standard-Analyst zur Verfügung 😉


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FC St. Pauli das schwächste Standard-Team Europas

Erst einen einzigen Treffer hat der FC St. Pauli in dieser Bundesligasaison nach einer Ecke erzielt. Lange Zeit war man sogar torlos geblieben und damit sogar Schlusslicht der Top5-Ligen Europas. Der Treffer von Siebe Van der Heyden beim Spiel des FCSP in Wolfsburg beendete zwar endlich die Torlosigkeit, doch mit einem Treffer nach Eckbällen ist das Team auch weiterhin ganz unten im Ranking.

Um das festzustellen, braucht es natürlich keine fancy Analyse. Aber micht treibt die Frage um, wie aus einem der besten Teams der Vorsaison in Sachen Eckbällen eines werden konnte, bei dem genau das nun eine Schwäche zu sein scheint. Aber ist es wirklich eine Schwäche? Oder hat der FC St. Pauli einfach nur kein Glück? Welche Art von Eckbällen (und von wem?) sind am gefährlichsten? Und wie sieht das eigentlich bei der Eckball-Verteidigung aus? Der ausführliche Blick in die Zahlen liefert Antworten.

Ich habe mir alle Eckbälle des FC St. Pauli dieser Saison noch einmal genau angeschaut – sowohl die eigenen, als auch die der Gegner in den Spielen gegen den FCSP. Und weil das noch nicht genug Aufwand ist, habe ich auch nochmal alle Ecken der Vorsaison eingehend begutachtet. Warum nicht auch andere Standard-Situationen? Weil Freistöße aufgrund unterschiedlicher Feldpositionen sehr viel schwerer miteinander zu vergleichen sind. Ich habe die Eckbälle kategorisiert, habe geschaut, wer die Eckbälle getreten hat, in welche Richtung sie sich drehten, ob sie kurz ausgeführt oder andere Varianten als die „normale“ Flanke in den Strafraum gespielt wurden und habe die Abschlüsse ausgewertet. Ziemlich viel Aufwand. Aber das war es wert. Auf geht’s!

Studien: Gute Ecken, schlechte Ecken

Bevor wir in die eingehende Analyse der Eckbälle des FC St. Pauli gehen, verschaffen wir uns erstmal einen Überblick in die wissenschaftlichen Studien, die es zu dem Thema gibt.Global gesehen gibt es durchschnittlich nur knapp 10,4 Ecken pro Partie (5,8 pro Heimteam, 4,6 pro Auswärtsteam). Tütüncü et al. (2024) haben im Rahmen einer massiven Studie rund 456.000 Eckbälle analysiert und kommen zu dem Ergebnis, dass knapp 3,1 Prozent aller Eckbälle zu Treffern führen.

Ein Tor nach Ecke ist also sehr selten. Doch trotzdem schauen viele Trainer*innen, Verantwortliche und Fans ganz besonders darauf. Wie kommt es also, dass Eckbällen eine so große Wichtigkeit beigemessen wird, wo sie doch eigentlich ein eher seltenes Ereignis während eines Fußballspiels sind? Weil laut der Studie fast 70 Prozent der Treffer nach Eckbällen dazu führten, dass ein Team mehr Punkte holte, den es ohne diesen Treffer nicht bekommen hätte. Wenig verwunderlich, dass Alexander Blessin, wie auch viele andere Trainer*innen, davon spricht, dass Standardsituationen „Dosenöffner“ sind.

Tore nach Ecken sind selten, aber extrem wichtig

Das Bewusstsein der Wichtigkeit von Eckbällen scheint insbesondere in den letzten Jahren deutlich zugenommen zu haben. Zumindest zeigten Micovic et al. (2023), dass Tore nach Standardsituationen einen immer größeren Anteil an Treffern in Fußballspielen ausmachen. Doch welche Art von Eckbällen sind eigentlich am erfolgreichsten? Ganz grob werden Eckbälle (so wie ich es auch getan habe) in drei Kategorien unterteilt:1. Eckball-Flanken, die sich zum Tor drehen (In-swinger)2. Eckball-Flanken, die sich vom Tor wegdrehen (Out-swinger)3. Kurz ausgeführte Eckbälle, meist mit besonderen Varianten verbunden

Die Studienlage zu der Frage, welche Art von Eckbällen am erfolgreichsten ist, zeichnet eher ein kompliziertes Bild. Sainz De Baranda & Lopez-Riquelme, 2011 (wie auch einige andere Studien) haben ausgerechnet, dass Out-swinger die erfolgreichere Variante sind, während Kubacki & Larkin, 2019 (ebenfalls wie auch andere Studien) In-swinger als vielversprechender ermittelten. Der Unterschied der Ergebnisse kommt aufgrund unterschiedlicher Daten zustande, viele Studien schauen „nur“ auf einzelne Ereignisse (eine Weltmeisterschaft, eine Saison in einer Liga, etc.). Es zeigt sich also, dass es regionale Unterschiede gibt. Das ist wichtig, da kommen wir später noch zu.

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Eric Smith auf dem Weg zu einem Eckball. In dieser Saison gab es dabei erst einen Treffer für den FC St. Pauli. // (c) Stefan Groenveld

Kurze Ecken gewinnen an Popularität

Für das große Bild kommt dann aber erstmal wieder die Studie von Tütüncü et al. (2024) ins Spiel. Die kommt zu dem Ergebnis: Egal, ob In-swinger oder Out-swinger, die Torwahrscheinlichkeit pro Eckball liegt bei 3,2 Prozent. Moment! 3,2 Prozent? Stand da nicht drei Absätze zuvor, dass 3,1 Prozent aller Ecken zu Toren führen? Ja, genau. Denn es gibt ja noch die kurz ausgeführten Eckbälle. Die führen in nur 2,5 Prozent der Fälle zu einem Treffer. Kurioserweise hat aber genau diese Variante anteilsmäßig massiv zugenommen in den letzten Jahren. Warum? Weil sich dadurch Konter besser verhindern lassen. Statistisch gesehen führen nämlich In-swinger am häufigsten zu gegnerischen Kontern, während es bei kurzen Ecken klar die wenigsten sind (Carling et al., 2007).

Interessant ist, dass es bei der Art der Eckbälle teils massive Unterschiede zwischen den Ligen gibt. So sind in der Premier League rund 75 Prozent der Eckbälle In-swinger, während dieser Anteil in den anderen Top-Ligen Europas bei um die 50 Prozent liegt (gehört im The Athletic FC Tactics Podcast – danke für den Hinweis an dieser Stelle!). Ist man in England also besonders konter-anfällig? Nur bedingt, weil dort auch der Anteil an kurz ausgeführten Ecken deutlich höher ist (und in den letzten Jahren stark zugenommen hat).

Welche Art von Eckbällen sind also am vielversprechendsten? Tütüncü et al. (2024) haben analysiert, dass Eckbälle besonders dann gefährlich sind, wenn sie in den Bereich des Fünfmeterraumes am zweiten Pfosten gelangen. Noch besser ist es, wenn dieser Bereich nicht direkt per Flanke, sondern über Umwege erreicht wird, sei es durch eine kurz ausgeführte Ecke oder eine Kopfballverlängerung, etc. – Casal et al., 2015 haben nämlich aufgezeigt, dass Eckbälle besonders dann gefährlich sind, wenn die Defensive zuvor unfreiwillig in Bewegung gebracht wird (und damit die Ordnung verliert).

Eckbälle und der FC St. Pauli

So. Dann schauen wir mal, wie das beim FC St. Pauli in dieser Saison mit den Eckbällen aussieht. 114 Ecken gab es für den FCSP in dieser Saison bisher. Nur eine davon führte zu einem Treffer. Macht weniger als 0,9 Prozent, die Ausbeute ist also deutlich unter dem Durchschnitt. Hätte man jetzt nicht den größeren Einblick in die Studienlage für gebraucht, klar. Auf der Gegenseite ist die Zahl dann aber nahe dran am Durchschnittswert: Der FC St. Pauli hat 133 Eckbälle zugelassen und daraus vier Gegentreffer kassiert, also in ziemlich genau drei Prozent der Fälle. Somit ist der FCSP offensiv bei den Eckbällen klar unterdurchschnittlich unterwegs, defensiv aber im Rahmen (und nicht etwa bodenlos, wie man hier und dort bereits zu hören und lesen bekam).

Bei der Eckball-Verteidigung ist der FCSP durchschnittlich

Interessant wird es, wenn man genauer in die Zahlen hineinschaut, angefangen bei den gegnerischen Ecken: Von den 133 Ecken führten 30 zu Torabschlüssen, was mit den globalen Durchschnittswerten gut zusammenpasst. Diese 133 Eckbälle teilen sich auf in 75 In-swinger, 35 Out-swinger und 23 kurz ausgeführte Varianten. Der Anteil an sich nach innen drehen Flanken war also überdurchschnittlich hoch. Tatsächlich gibt es einige Teams, die zumindest in den Spielen gegen den FCSP nur In-swinger spielten (Freiburg, Bochum). Weitere Teams (Leverkusen, Leipzig, Bayern) haben entweder nur In-swinger gespielt oder die Eckbälle kurz ausgeführt. Das hat einen Grund:

Denn In-swinger haben aufgrund ihrer Nähe zum Tor eine höhere Torwahrscheinlichkeit, wenn der Ball den Mitspieler erreicht. Der durchschnittliche xG-Wert aller Ecken gegen den FC St. Pauli in dieser Saison liegt bei 0,117. Der xG-Wert unterscheidet sich zwischen den Varianten stark (In-swinger: 0,14, Out-swinger: 0,1, kurz: 0,05). Lohnen sich also In-swinger gegen den FCSP? Nee, nicht wirklich. Denn nur 13 der 75 In-swinger führten auch zu Torabschlüssen. Bei den nur 35 sich nach außen drehenden Flanken waren es ebenfalls 13 (kurz ausgeführte Eckbälle: 4). Es ist also deutlich schwieriger, In-swinger auch zum Mitspieler zu bekommen. Auch hier unterscheidet sich der FCSP nicht vom Durchschnitt.

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Siebe Van der Heyden und Jackson Irvine (hier bei der Absprache vor einer Standardsituation) produzierten zusammen mit Danel Sinani den bisherigen einzigen Treffer des FC St. Pauli nach einem Eckball. // (c) Stefan Groenveld

Mehr Abschlüsse, aber (zu) wenige Treffer

Wie sieht es bei den eigenen Eckbällen aus? Anders auf jeden Fall. Denn der FC St. Pauli spielt Eckbälle deutlich variabler aus als die meisten seiner Gegner in der Bundesliga. Die 114 Eckbälle teilen sich auf in 46 In-swinger, 42 Out-swinger und 26 kurz ausgeführte Varianten. Gute 33 Eckbälle führten zum Torabschluss. Der Anteil an Eckbällen des FC St. Pauli, die zum Torabschluss führen, ist also größer als jener der Gegner des FCSP (28,9 Prozent vs. 22,6 Prozent). Das ist auch im Vergleich zu einer Studie der Premier League-Saison 10/11 (20,2 Prozent der Ecken führen zu Schüssen) erheblich mehr. Der durchschnittliche xG-Wert der Abschlüsse unterscheidet sich hingegen fast gar nicht (0,118 vs. 0,117) und auch die Summe (xG: 3,54 vs. 3,51) ist sehr ähnlich. Über die gesamte Saison betrachtet hat der FCSP also bei weniger Eckbällen mehr Torabschlüsse produziert als seine Gegner und das bei einer im Mittel ähnlichen Torwahrscheinlichkeit. Die vier Gegentreffer für das Team nach Ecken passen also zu den Daten. Es hätten aber dementsprechend auch bereits vier eigene Treffer sein dürfen.

Interessant wird es, wenn man tiefer in die Zahlen schaut. Denn der FC St. Pauli hat eine Eckball-Variante, die besonders oft zum Torabschluss führt: Die 33 Abschlüsse teilen sich auf in 7 In-swinger (durchschnittlicher xG: 0,27!), 5 kurz ausgeführte Ecken (xG: 0,05) und bemerkenswerte 21 Out-swinger (xG: 0,1). Somit führt jede zweite sich nach außen drehende Eckball-Flanke des FC St. Pauli zu einem Torabschluss. Und damit deutlich öfter, als das den Gegnern gelungen ist in der bisherigen Saison.

Vielversprechend: Out-swinger von Danel Sinani

Beim FC St. Pauli hat sich in Sachen Ecken aber auch einiges im Saisonverlauf getan. Zum einen gibt es seit Beginn des Jahres 2025 markante veränderte Varianten in Sachen Freilaufverhalten im Strafraum, auf die ich allerdings nicht näher eingehen möchte (das wäre dann nämlich tatsächlich etwas Hilfe für kommende Gegner). Es gab aber auch Veränderungen bei den Ecken-Schützen – und hier gibt es deutliche Unterschiede, was die Anzahl an daraus resultierenden Abschlüssen und dessen Qualität angeht.

In der bisherigen Saison haben sechs FCSP-Spieler Eckbälle ausgeführt: Die meisten davon trat Eric Smith (54 Eckbälle – 13 Abschlüsse), gefolgt von Danel Sinani (26 – 11) und Noah Weißhaupt (22 – 6). Eine Nebenrolle nehmen Manos Saliakas (7 – 1), Connor Metcalfe (3 – 2; alle im Hinspiel gegen Union Berlin) und Lars Ritzka (eine Ecke, kurz ausgeführt) ein; zweimal ist der Eckenschütze für mich nicht nachvollziehbar, weil es aufgrund der Kameraführung nicht ersichtlich ist und die von mir genutzten Datenanbieter es deshalb auch nicht erfasst haben. Es führten also wahnsinnig starke 42 Prozent aller Ecken von Danel Sinani zum Torabschluss. Bei Eric Smith (24,1 Prozent) und Noah Weißhaupt (27,3 Prozent) ist dieser Anteil immer noch über dem Durchschnitt, aber deutlich niedriger (die Nebenrollen habe ich aufgrund zu geringer Anzahl rausgelassen). Das gilt auch für den durchschnittlichen xG-Wert der Abschlüsse: Dieser Wert ist bei Ecken von Sinani (xG: 0,2) ebenfalls deutlich höher als bei Ecken von Smith (0,08) und Weißhaupt (0,12). Es gibt also einen ganz klaren Favoriten beim FC St. Pauli, wenn es um die Ausführung von Eckbällen geht. Wenig verwunderlich, dass Alexander Blessin kürzlich genau diese Qualität von Danel Sinani aufzählte, als er die Gründe für dessen Startaufstellung benannte. Der FCSP ist dank Sinanis Ecken torgefährlicher.

Ähnliche Werte in der Vorsaison, aber deutlich mehr Treffer

Fragt sich nur noch, warum trotz dieser eigentlich alles andere als unterdurchschnittlichen Zahlen bisher erst ein Treffer für den FC St. Pauli heraussprang (selbstverständlich nach einer Sinani-Ecke). Dass es sich aus FCSP-Sicht noch viel schlechter anfühlt, dürfte auch mit der Vorsaison zusammenhängen. Da hatte der FC St. Pauli noch starke zwölf Treffer nach Ecken erzielt (183 insgesamt, also eine brutale Erfolgsquote von 6,6 Prozent). Interessant dabei: 54 dieser 183 Ecken führten zu Torabschlüssen. Mit also 29,5 Prozent ist der Wert sehr ähnlich zur jetzigen Saison (28,9 Prozent). Noch interessanter: Der xG-Wert pro Abschluss war in der Vorsaison deutlich geringer, im Mittel liegt er bei 0,07. In Summe beträgt der xG-Wert nach Ecken des FCSP in der letzten Saison 3,87 (zwölf Treffer!). In der aktuellen Saison liegt dieser Wert, obwohl noch sieben Spiele ausstehen, bereits bei 3,54 (ein Treffer…), ist also schon ganz nah dran an der Vorsaison und dürfte noch weiter steigen.

Sorgt stärkere Physis in Bundesliga für Probleme?

Wie kommt dieser krasse Unterschied zustande? Zum einen könnte es mit der Physis in der Bundesliga zusammenhängen. Im The Athletic FC Tactics Podcast wird erklärt, dass die durchschnittliche Körpergröße in der Bundesliga die höchste in Europa ist und Eckbälle entsprechend schwerer im Tor unterzubringen sind. Da könnte etwas dran sein.Dagegen sprechen die xG-Werte. Denn der FC St. Pauli kommt ja zu seinen Gelegenheiten. Was man dabei aber bedenken muss: Es ist nicht ganz klar, ob die genutzten xG-Modelle auch berücksichtigen, wie wenig oder viel Gegnerdruck ein Spieler beim Torabschluss hatte. Gerade die frei verfügbaren xG-Werte basieren oft auf einfacheren xG-Modellen, die den Gegnerdruck nicht oder nur wenig berücksichtigen.

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Ob der Gegnerdruck in dieser Saison bei den Torabschlüssen aber höher war? Zumindest fehlt ein wichtiger Spieler im Vergleich zur Vorsaison bereits sehr lange: Karol Mets hat zwar noch keinen einzigen Treffer oder eine Vorlage nach Eckbällen vorzuweisen, nahm aber bei diesen Standard-Situationen eine unfassbar wichtige Rolle ein: Er diente als Blocker, um den Raum und Laufweg für den Zielspieler freizumachen (meist Jackson Irvine oder Johannes Eggestein). Zwar gelang ihm das zu Beginn dieser Saison nicht ganz so zuverlässig wie im Vorjahr (vielleicht, weil die Gegenspieler physisch stärker geworden sind?), doch er fehlt dem Team sicherlich sehr, nicht nur bei Eckbällen.

Fassen wir also zusammen: Ja, der FC St. Pauli ist schwächer geworden bei eigenen Eckbällen. Allerdings nur bei der Anzahl an erzielten Treffern. Alle anderen Parameter bewegen sich auf gleichem Niveau, teilweise dürfte es am Saisonende sogar bessere Werte als in der Vorsaison geben. Würde man es also rein mathematisch betrachten, dann kann man sich als Fan des FC St. Pauli nun etwas entspannter zurücklehnen und eine Regression zur Mitte erwarten, in Form von Treffern nach Ecken für den FCSP. Damit die Entspannung sich voll entfalten kann, legt sich am besten Danel Sinani den Ball zur Ecke zurecht…// Tim

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