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·2 aprile 2025

Kommentar: Bayer macht sich mit Rasenkritik lächerlich

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Stell Dir vor, du trittst mit einer hochdekorierten Millionen-Truppe bei einem Drittligisten an, zeigst eine völlig indiskutable Leistung, lässt dich teilweise sogar herspielen, scheidest verdient aus – und dann ist am Ende auch der Rasen Schuld. So geschehen bei Bayer Leverkusen nach der Pokal-Blamage in Bielefeld. Damit macht sich der amtierende Doublesieger lächerlich. Ein Kommentar.

An Peinlichkeit kaum zu überbieten

Sie mögen auch den Emotionen unmittelbar nach dem Spiel geschuldet sein, die Aussagen von Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro über den nicht gewässerten Rasen in der Schüco-Arena. Doch nicht nur, dass sich der 60-Jährige trotz seiner hochrangigen Position im Verein offensichtlich nicht mit den Regularien beschäftigt hatte – dann hätte er festgestellt, dass das Wässern des Rasens direkt vor dem Spiel nicht vorgeschrieben ist -, nein, er hat der Mannschaft auch ein perfektes Alibi für das Pokal-Aus verschafft.


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Zwar sprach der Spanier auch von einem "kollektiven Versagen" der Mannschaft, doch im Rückblick wird vor allem die Kritik am Rasen hängen bleiben. Eine derart schwache Leistung mit den Platzverhältnissen zu begründen, ist lächerlich und an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Schlechter Verlierer nennt man das.

Nötige Einsatzbereitschaft fehlte

Zum einen hatte die Werkself ohnehin auf lange Bälle gesetzt, sodass auch ein gewässerter Rasen nichts genützt hätte. Zum anderen sollte eine Millionen-Truppe wie Bayern Leverkusen ja wohl auch auf einem sicherlich nicht perfekten Rasen in der Lage sein, sich gegen einen Drittligisten durchzusetzen. Zur Einordnung: Bis auf Keeper Lukas Hradecky ist jeder einzelne Spieler aus der Bayer-Startelf bei "transfermarkt.de" mehr wert als der komplette Kader der Arminia. Der Gesamtmarkwert ist gar um das 80-fache höher.

Und selbst wenn das sonst erprobte Kurzpassspiel nicht aufgeht, müsste ein Star-Trainer wie Xabi Alonso doch eigentlich einen Plan B in der Tasche haben. Doch der Werkself fehlte es an diesem Abend vor allem an der nötigen Einsatzbereitschaft, sich einem aufopferungsvoll kämpfenden Drittligisten entgegen zu stellen. Damit sollte sich der geschlagene Titelverteidiger beschäftigen!

Erarbeiteten Respekt ein Stück weit eingerissen

Wie man so ein Pokalspiel bestreitet, zeigte Arminia eindrucksvoll. Und das, obwohl die Bielefelder gegenüber Bayer 04 sogar einen Tag weniger Regeneration hatten. Das ist ein Nachteil, den Carro erst gar nicht erwähnt hatte. Sich darüber beschwert haben die Ostwestfalen im Vorfeld nicht. Stattdessen lieferte der DSC auf dem Platz ab, was man von Leverkusen nicht gerade behaupten kann. Mit der Rasenkritik hat sich der Doublesieger keinen Gefallen getan – und dadurch den Respekt, den sich Bayer in der Vorsaison erarbeitet hatte, zumindest ein Stück weit wieder eingerissen.

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