fussballeuropa.com
·5 aprile 2025
Thiago Motta setzt sich nach Juve-Aus zur Wehr: "Jeder, der das sagt, ist ein Lügner"

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·5 aprile 2025
Erstmals seit seinem Aus bei Juventus Turin hat sich Thiago Motta zu Wort gemeldet und direkt Klartext gesprochen.
Vor knapp zwei Wochen musste Thiago Motta seinen Posten als Cheftrainer von Juventus Turin räumen und wurde durch Igor Tudor ersetzt. Nachdem der Brasilianer bislang zu seinem Aus bei der alten Dame geschwiegen hat, meldete er sich nun zu Wort und wehrte sich gegen die sich anhäufende Kritik, wonach er keine gute Beziehung zu seiner Mannschaft gehabt hätte.
"Das sind die Dinge, die mich stören, weil sie mich als Trainer für meine Entscheidungen kritisieren können, und ich akzeptiere das natürlich. Aber jeder, der sagt, dass ich die Umkleidekabine gegen mich hatte, ist ein Lügner", motzt er gegenüber dem Corierre della Serra: "Das sind inakzeptable Dinge, das ist nicht wahr. Noch nie hat jemand, mit dem ich in meiner Karriere zusammengearbeitet habe, öffentlich gesagt, dass er Probleme mit mir hat."
In erster Linie dürften ohnehin sportliche Gründe ausschlaggebend für sein vorzeitiges Aus gewesen sein. Juve hatte unter der Leitung des Italieners nur selten vollends überzeugt und rangierte zum Zeitpunkt der Trennung nur auf dem fünften Platz. Zwei deutliche Niederlagen gegen Atalanta Bergamo (0:4) und die AC Florenz (0:3) brachten das Fass letztlich zum Überlaufen.
Dennoch will Motta den Vorwurf, er habe die Kabine verloren, nicht auf sich sitzen lassen. "Bei Juve hatte ich ein ausgezeichnetes Verhältnis zu meinen Spielern, sowohl aus professioneller als auch aus menschlicher Sicht", fährt er fort. Es sei normal, dass "diejenigen, die weniger spielen, weniger glücklich" sind als andere. Dasselbe habe er als Spieler durchgemacht, betonte Motta.
Wie es für ihn nun weitergeht, ist unklar. Erste Gerüchte um Interesse der AC Mailand und der Roma gibt es bereits.