Besser ohne Guirassy? Warum Dortmunds Offensive plötzlich aufblüht | OneFootball

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·02 de abril de 2025

Besser ohne Guirassy? Warum Dortmunds Offensive plötzlich aufblüht

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Es war ein ungewohntes Bild: Serhou Guirassy, Dortmunds Top-Stürmer, war beim Heimsieg gegen Mainz nicht auf dem Rasen – sondern saß auf der Tribüne. Und während er zuschaute, erzielte der BVB drei Tore. Ohne Zielspieler, ohne Brechstange, dafür mit Tempo, Dynamik und überraschender Variabilität. Eine Momentaufnahme – oder vielleicht mehr?

Natürlich: Guirassy ist ein Unterschiedsspieler. In Form gehört er zu den besten Mittelstürmern der Bundesliga. Körperlich robust, mit feinem Abschluss und eiskaltem Instinkt vor dem Tor. Doch sein Ausfall offenbarte eine Wahrheit, die in Dortmund zuletzt kaum sichtbar war: Ohne Guirassy spielt der BVB flüssiger. Das Angriffsspiel war beweglicher, unberechenbarer – weil sich Maxi Beier und Karim Adeyemi in den Halbräumen bewegten, weil Räume bespielt statt besetzt wurden.


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Besonders auffällig: Der Spielstil veränderte sich. Es gab weniger lange Bälle ins Zentrum, weniger Flanken auf den Zielspieler – stattdessen mehr flaches Kombinationsspiel, mehr Tiefenläufe, mehr Überraschung. Auch Julian Brandt wirkte befreiter, spielte wieder öffnende Pässe, wie beim Tor gegen Mainz. Die Mannschaft war nicht mehr auf einen Fixpunkt ausgerichtet – sondern spielte im Verbund.

Wie meldet sich Guirassy zurück?

Aber bedeutet das, Guirassy ist entbehrlich? Natürlich nicht. Gegen tiefstehende Gegner, gegen robuste Abwehrreihen wird der Ex-Stuttgarter dringend gebraucht. Sein Profil ist einzigartig im Kader. Doch die Frage, ob er in jedem Spiel gesetzt ist, darf gestellt werden – besonders in Hinblick auf die Champions League oder Duelle gegen Mannschaften, die nicht mitspielen wollen.

Spannend wird auch, wie Guirassy selbst auf die Entwicklung reagiert. Ein Spieler mit seinem Anspruch will spielen – immer. Und wenn er merkt, dass der Trainer auf kleinere, wendigere Spieler setzt, wird das zur Herausforderung für das Mannschaftsgefüge. Kovac muss also nicht nur sportlich, sondern auch kommunikativ clever agieren.

Fakt ist: Der BVB hat Optionen. Endlich. Und das ist womöglich die beste Nachricht. Guirassy ist kein Problem – aber er ist auch nicht alternativlos. Dass die Mannschaft ohne ihn erfolgreich sein kann, macht sie weniger abhängig – und damit flexibler. Ein Luxusproblem? Vielleicht. Aber genau solche braucht ein Team, das in mehreren Wettbewerben bestehen will.

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