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·02 de abril de 2025

Bundesliga-Geschichte: Als Bochum ein Spiel gegen Schalke 04 absichtlich unmöglich machte

Imagem do artigo:Bundesliga-Geschichte: Als Bochum ein Spiel gegen Schalke 04 absichtlich unmöglich machte

Heute vor genau 49 Jahren fand ein Revierderby als Nachholspiel statt. Der stark abstiegsbedrohte VfL Bochum hatte Heimrecht gegen den FC Schalke 04. Dass die Partie erst an jenem Freitag, dem 2. April 1975 ausgetragen wurde und nicht wie vom Spielplan vorgesehen eine Woche zuvor, zudem im Dortmunder Stadion und nicht in Bochum, hatte einen besonders schrägen Grund.

Der Kicker erzählt die ganze Geschichte nach, die man noch ausführlicher auch Buch „Spieltage“ von Ronald Reng nachlesen kann. Darin begleitet der Autor Heinz Höher, als Spieler und als Trainer in den Anfangsjahren in der Bundesliga tätig, durch dessen Karriere.


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Zu der auch jener irre Plan gehört, den Höher sich vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 hatte einfallen lassen. In einer Zeit, in der die Einnahmen durch Ticketverkäufe das Gros des Budgets eines Bundesligisten ausmachten, wollte Höher für seinen VfL Bochum wesentlich mehr Geld erzielen, als dies im eigenen Stadion möglich gewesen wäre.

Nachbar Borussia Dortmund hatte vor der WM 1974 ein neues, großes Stadion erhalten. Aufgrund der geographischen Nähe zu Gelsenkirchen wäre dort mit einer viel höheren Einnahme zu rechnen gewesen als im Ruhrstadion.

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Foto: IMAGO

Schalke holte die Punkte, Bochum machte große Kasse

Da dieses ohnehin kurz nach dem eigentlichen Spieltermin wegen Umbauarbeiten nicht mehr zur Verfügung stehen würde, musste Heinz Höher dafür sorgen, dass das Duell gegen den FC Schalke 04 nicht wie geplant würde ausgetragen werden können. Dann wäre ein Umzug nach Dortmund an einem kurz darauf folgenden Nachholtermin nur logisch.

Höher nutzte den Umstand, dass es in jenem April 1976 noch ziemlich kalt in Deutschland war. Über Nacht schüttete er Hunderte Eimer Wasser über der Spielfläche im Bochumer Ruhrstadion aus. Danach erledigte Väterchen Frost sein Werk. Bei der Platzbegehung am Spieltag konnte der Schiedsrichter nicht anders, als den völlig vereiste Rasen für unbespielbar zu erklären.

Der Nachholtermin am 2. April 1976 sollte dann tatsächlich im Dortmunder Westfalenstadion stattfinden. Höher hatte sein Ziel erreicht. Zwar ging das Spiel mit 1:4 verloren – Erwin Kremers, Bongartz, Lütkebohmert und Fischer trafen für Schalke 04. Doch die über 45.000 Zuschauer im Westfalenstadion brachten dem stets klammen VfL Bochum so viel Geld, wie er sonst durch vier Heimspiele zusammen einnahm.

So spielte Schalke also auswärts in Dortmund gegen Bochum, brachte dem VfL viel Geld in die Kasse, nahm aber die beiden Punkte für den Sieg mit. Da wird man eine mutwillig herbeigeführte Spielverlegung wohl verzeihen können.

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