
liga2-online.de
·05 de abril de 2025
Klose fair und ehrlich: "War eine berechtigte Rote Karte"

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·05 de abril de 2025
Es war ein gebrauchter Tag für den 1. FC Nürnberg, der auch die letzten, zarten Aufstiegshoffnungen erstickte. 0:3 hieß es nach 90 Minuten gegen den Hamburger SV. Gut 75 Minuten agierte der Club dabei unfreiwillig in Unterzahl.
Ausschlaggebend für die Pleite war, da war man sich einig im Lager der Franken, der frühe Platzverweis gegen Janis Antiste, der – berechtigterweise – schon nach 16 Minuten des Feldes verwiesen wurde. Selbst sein Trainer Miroslav Klose stellte die Richtigkeit des Platzverweises nicht infrage, nahm seinen Schützling aber gleichzeitig in Schutz: "Janis trifft ihn mit offener Sohle. Der Kontakt war sicher da. Der Schiedsrichter bekommt dann das Signal. Es war eine berechtige Rote Karte. Ich mache Janis aber keinen Vorwurf, es war seine Intention, noch an den Ball zu kommen." Zunächst hatte Referee Timo Gerach das Foul nur als Gelb-würdig eingeordnet und eine Verwarnung erteilt.
Erschwerend kam für die Franken hinzu, dass sie zum Zeitpunkt der Hinausstellung bereits mit 0:1 hinten lagen (Dompé in der 8. Minute, Anm. d. Red.). Eine Kombination, die, wie Caspar Jander konstatierte, tödlich war für die Siegeshoffnungen am Valznerweiher: "Das frühe Gegentor und die Rote Karte spielen eine große Rolle und haben uns das Leben schwergemacht. Wir haben es in der ersten Halbzeit mit einem Mann weniger noch ordentlich gemacht, doch gegen die Wucht des HSV war es sehr schwer." Zu schwer, wie sich herausstellte. Dompé mit seinem zweiten Tor und der eingewechselte Glatzel stellen schließlich auf 3:0 für die Gäste.
Doch trotz der zwei frühen Nackenschläge ergaben sich die Franken ihrem Schicksal nicht, sondern versuchten weiterhin, sich bestmöglich aus der Affäre zu ziehen. Eine Leistung, die bei ihrem Coach durchaus für Bewunderung sorgte: "Wir mussten uns nach dem Platzverweis entscheiden, wie wir es angehen wollen und haben uns dafür entschieden, unseren Fußball weiter zu spielen. Dadurch haben wir uns in der ersten Halbzeit auch einige Male befreit." Immerhin neun Torschüsse, davon drei auf den HSV-Kasten, sprangen gegen den letztlich aber doch überlegenen Tabellenführer noch heraus. Etwas kritischer als der Übungsleiter sah Jan Reichert die Leistung des FCN: "Wir haben uns schwergetan, haben zu viele leichte Fehler gemacht und waren in den wichtigen Phasen in der Box nicht präsent."
Für den Club geht es nun darum, die Wunden zu lecken und optimistisch in die nächsten Wochen zu gehen. Bei noch sechs ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz zwar "nur" fünf Punkte, Kaiserslautern kann diesen mit einem Erfolg morgen in Magdeburg allerdings noch erhöhen. Bei eben jenem FCK steht auch die nächste Aufgabe in der Liga an – Samstagabend zum Topspiel. Hamburg hat bereits am Freitag Braunschweig zu Gast.