5 potenzielle Cheftrainer-Kandidaten für den VfL Wolfsburg | OneFootball

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·2 April 2025

5 potenzielle Cheftrainer-Kandidaten für den VfL Wolfsburg

Gambar artikel:5 potenzielle Cheftrainer-Kandidaten für den VfL Wolfsburg

Wer wird der oder die Neue am Seitenrand der Frauen des VfL Wolfsburg? Diese Frage dürfte ab sofort neben den Fans auch die Verantwortlichen der Wölfinnen beschäftigen. Der bisherige Coach Tommy Stroot hat Geschäftsführer Peter Christiansen und Frauenfußball-Direktor Ralf Kellermann am Montag mitgeteilt, dass er sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegen wird. "Ich habe in den vergangenen Wochen gemerkt, dass ich nicht mehr die Energie in mir spüre, die es braucht, meinen eigenen Ansprüchen und denen des VfL Wolfsburg gerecht zu werden", lässt sich der 36-jährige Ex-Trainer in einer Pressemitteilung am Dienstag zitieren. Angesichts der sportlichen Lage - die erste titellose Saison seit 2012 droht - sowie dem steigenden Druck der Öffentlichkeit, kam die Entscheidung wenig überraschend. Doch welche Trainerinnen und Trainer gibt es auf dem Transfermarkt, die den Karren der Wölfinnen aus dem Dreck ziehen könnten? Einige Kandidatinnen und Kandidaten haben jedenfalls schon Erfahrung im grün-weißen Dress.

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Theresa Merk wird den SC Freiburg im Sommer verlassen / Daniela Porcelli/GettyImages


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Ein perfektes Timing wäre es in jedem Fall: Theresa Merk verlässt den SC Freiburg als Cheftrainerin, um in der kommenden Saison "neue Wege zu gehen". Merk kam 2022 nach Freiburg und etablierte das Team im Tabellenmittelfeld. Die 35-Jährige ist längst keine Unbekannte für die Wölfinnen: Von 2019 bis 2021 stand sie als Co-Trainerin dem damaligen Cheftrainer der Grün-Weißen, Stephan Lerch, zur Seite und hatte Anteil an der Meisterschaft 2020 und an den Pokalsiegen 2020 und 2021. Zwischen der Autostadt und dem Breisgau übte sich Theresa Merk eine Saison lang als Cheftrainerin bei der Frauenmannschaft der Grasshopper Zürich. Ist Merk mit ordentlich Erfahrung im Gepäck bereit für ihre Rückkehr zum VfL Wolfsburg - aber dieses Mal als Cheftrainerin?

2. Kim Kulig

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Kim Kulig war bereits als Assistenztrainerin bei den Wölfinnen tätig / Lukas Schulze/GettyImages

Kim Kulig trat 2021 die Nachfolge von niemand Geringerem als Theresa Merk auf der Co-Trainerbank des VfL Wolfsburg an. In der Vergangenheit mauserte sich Kulig bei der zweiten Mannschaft des 1. FFC Frankfurt von der Co- zur Cheftrainerin. Nach vier Jahren in der Mainmetropole zog es die ehemalige Nationalspielerin schließlich zum VfL Wolfsburg, wo sie das Team gemeinsam mit Tommy Stroot zu Meisterschaft und Pokalsieg führte. Nach zwei Jahren verabschiedete sich Kulig aus der Autostadt, da sie als Cheftrainerin des Frauenteams des FC Basel anheuerte. Dort verlängerte die 34-Jährige ihren Vertrag im vergangenen Jahr auch vorzeitig bis 2027. Die Wölfinnen müssten also Geld in die Hand nehmen, um Kim Kulig zurückzuholen. Von der Idee einer Rückkehr war die ehemalige Spielerin des 1. FFC Frankfurt schon bei ihrem Abschied aus Wolfsburg nicht ganz abgeneigt: "Wir kennen alle den Fußball, der total verrückt ist. Da reicht es nicht zu sagen, man sieht sich immer zweimal im Leben, da sind es eher acht Male. Ich werde Wolfsburg in guter Erinnerung behalten und bin wirklich dankbar, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, weiterzuziehen. Deshalb halte ich mir da alles offen. Ich kann jedem nur sagen: Hier kann man sehr, sehr gut arbeiten und schlussendlich auch erfolgreich sein. Und wer weiß: Vielleicht sieht man sich irgendwann wieder." Vielleicht ist dieses "irgendwann" ja schon in diesem Sommer.

3. Martina Voss-Tecklenburg

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Wäre die ehemalige Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg was für die Wölfinnen? / Visionhaus/GettyImages

In den kommenden Wochen kann man die Ex-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bei der Reality TV-Show "Die Verräter" anfeuern. An eine Karriere als Fernsehstar denkt die 57-Jährige aber nicht: Sie möchte gerne wieder zurück in den professionellen Fußball. "Ein bisschen was ist in Bewegung, das Kapitel Trainerin ist noch nicht abgeschlossen", erklärte Martina Voss-Tecklenburg in einem Interview mit dem kicker. Die langjährige Nationalspielerin begann ihre Trainerkarriere beim FCR 2001 Duisburg. Über den USV Jena ging es schließlich 2012 als Cheftrainerin zur Schweizer Frauennationalmannschaft. Drei Jahre später schaffte Voss-Tecklenburg mit den Eidgenossinnen Historisches und führte ihr Team zur ersten Weltmeisterschaft in der Geschichte. 2018 gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt, dass die 57-Jährige die neue Bundestrainerin der DFB-Frauen wird. Nach einer eher enttäuschenden WM folgte mit der Europameisterschaft 2022 ein herausragendes Turnier. Doch die Freude währte nicht lange: Nach dem schlechten Vorrunden-Aus bei der WM 2023 erkrankte Martina Voss-Tecklenburg und beendete ihre Karriere als Bundestrainerin. Nach kurzer Abstinenz ist sie jetzt wieder bereit für eine neue Aufgabe. "Ohne dass das überheblich sein soll, aber als ehemalige Bundestrainerin stellt sich schon die Frage, was jetzt eigentlich noch kommen kann."Bei den Wölfinnen gäbe es zumindest einiges zum Anpacken.

4. Stephan Lerch

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Kehrt Lerch an alte Wirkungsstätte zurück? / Christof Koepsel/GettyImages

Er ist alles andere als ein Unbekannter in Wolfsburg: Stephan Lerch. Der 40-Jährige kann mit etlichen Erfolgen der Wölfinnen in Verbindung gebracht werden und hat eine lange Verbundenheit mit dem Verein. 2013 übernahm Lerch die Zweitvertretung der Frauenmannschaft, bevor er zwei Jahre später als Assistenztrainer von Ralf Kellermann zur ersten Mannschaft berufen wurde. Kellermann übernahm 2017 die Aufgabe des sportlichen Leiters der Wölfinnen, dadurch stieg Lerch zum Cheftrainer auf. In den folgenden drei Spielzeiten konnte er jeweils den Meistertitel und den DFB-Pokal nach Niedersachsen holen. Zudem führte er den VfL Wolfsburg ins Champions-League-Finale. Im April 2021 wechselte Lerch die Gefilde und kam als Trainer der männlichen U17-Junioren zur TSG Hoffenheim. Zwei Jahre später zog es ihn aber wieder in den Frauenfußball und so übernahm Stephan Lerch das Amt des Cheftrainers bei den Hoffenheimerinnen. Ähnlich wie Kellermann damals, legte auch Lerch 2024 sein Traineramt nieder, um sich auf die Aufgaben im Management zu konzentrieren. Doch damit ist im kommenden Sommer Schluss: Stephan Lerch wird seinen auslaufenden Vertrag bei der TSG Hoffenheim nicht verlängern. Vielleicht kehrt der 40-Jährige ja als Cheftrainer in die Autostadt zurück.

5. Thomas Horsch

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Thomas Horsch verlässt Werder Bremen im Sommer / Selim Sudheimer/GettyImages

Mit Thomas Horsch hat ein weiterer Trainer der Frauen-Bundesliga entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Für den 56-Jährigen ist nach vier Jahren bei den Werder-Frauen im kommenden Sommer Schluss. Als ehemaliger Torwarttrainer des DFB-Nachwuchses kam Thomas Horsch 2016 als Co-Trainer der zweiten Herrenmannschaft an die Weser. Bei Bremen durfte der ehemalige Stützpunktkoordinator auch in der Bundesliga Erfahrung an der Seitenlinie sammeln, bevor er 2021 die Position des Cheftrainers der Damenmannschaft einnahm. Horsch schaffte es, die Frauen in der Ersten Bundesliga zu etablieren und konnte jetzt mit dem DFB-Pokalfinale einen historischen Punkt in der Vereinsgeschichte schreiben. Nach achteinhalb Jahren fällt es sicher nicht leicht, die Vereinsfarben zu wechseln - in Niedersachsen ist zumindest ein weiteres grün-weißes Team auf der Suche nach einem Cheftrainer.

Disclaimer: Bis auf Martina Voss-Tecklenburg sind die anderen Trainerinnen und Trainer aller Wahrscheinlichkeit nach erst ab dem kommenden Sommer verfügbar. Es ist durchaus denkbar, dass die Wölfinnen die Saison mit einer der Co-Trainerinnen (Carin Bakhuis, Sabrina Eckhoff oder Eva-Maria Virsinger) im Lead über die Bühne bringen wird.

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